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Gewalt und sexueller Mißbrauch

Gewalt und sexueller Mißbrauch

Viele Mädchen und Jungen aus allen sozialen Schichten erleben sexuelle, körperliche und psychische Gewalt.

Gewalt geht manchmal von Fremden aus, viel häufiger jedoch von vertrauten oder geliebten Menschen.

 

Gewalterfahrungen haben oft schwerwiegende Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit. Auch die Gewalt zwischen Eltern, die Kinder verängstigt und hilflos miterleben, kann die kindliche Entwicklung erheblich beeinträchtigen.

Studien zeigen, dass diese Kinder ein erhöhtes Risiko haben, auch als Jugendliche und Erwachsene erneut Opfer von Gewalt zu werden oder selbst Gewalt anzuwenden.

Mädchen und Jungen brauchen viel Mut, um über solche Erfahrungen zu sprechen und sich Hilfe zu holen.

Mit unserer Arbeit möchten wir deutlich machen, dass jeder Mensch das Recht hat über seinen Körper und seine Sexualität selbst zu bestimmen. Und jeder hat die Pflicht, dieses Recht beim anderen zu achten und zu schützen. Wo dieses Recht nicht respektiert wird, da fängt sexuelle Gewalt an.

pro familia: Aufklärung, Beratung, Prävention
Aufklärung, Beratung, Prävention


Wir wollen Kinder und Jugendliche stark machen.

Das Selbstbewusstsein der Heranwachsenden zu fördern, ist ein wichtiges Ziel der Sexualpädagogik von pro familia.

Aufklärung, Beratung und Prävention gegen sexuellen Missbrauch und andere Gewalt ist ein Ziel unseres gesamten sexualpädagogischen Angebots. Verantwortungsvolles Handeln gegenüber sich selbst und anderen wird in Schulprojekten oder in speziellen Workshops vermittelt. Kinder und Jugendliche werden dabei auch ermutigt, sich bei Gewalt und sexuellen Übergriffen Hilfe zu holen.

LehrerInnen, Eltern und Multiplikatorinnen werden in pro familia Fortbildungen sensibilisiert, Übergriffe bei Kindern und Jugendlichen wahrzunehmen und entsprechende Hilfen anzubieten.

pro familia berät auch bei Konflikten und Gewalt in der Partnerschaft und hilft damit, die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen gewaltfreier zu gestalten. Diese frühzeitige und vielfältige Prävention hilft, Kinder und Jugendliche zu stärken und zu schützen.

Helfen Sie mit!

"Sei eigen - mit Respekt!", meint auch Sammy Deluxe

In einer multikulturellen Stadt wie Hamburg weisen in einigen Stadteilen - fast 80% der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund bzw. eine Zuwanderungs- geschichte auf. Diese jungen Menschen gehören in Deutschland zu den sogenannten „Bildungsverlierern“.

Besonders gravierende Auswirkungen hat dies, wenn gerade diese Kinder und Jugendliche anfangen, sich selbst aufzugeben und eine resignierte Haltung einnehmen.

Wie kann man mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, die sich für die gesellschaftlichen Verlierer halten, die ihre Berechtigung „da zu sein“ in Frage gestellt sehen und deren eigene Diskriminierung und Gewalterfahrungen eventuell ein hohes Konfliktpotential bergen?

Um die Schülerinnen und Schüler in einem für sie sehr prägenden Abschnitt ihres Lebens zu erreichen und um oben beschriebenen Entwicklung etwas entgegen zu setzen, wurde von der pro familia in Hamburg das Projekt „Sei eigen – mit Respekt!“ ins Leben gerufen, welches an Schulen in Wilhelmsburg und Harburg durchgeführt wurde.

Samy Deluxe mit Mütze, links neben ihm Serdar Uzuner von der pro familia.

Foto: Samy Deluxe (mit Mütze, links neben ihm Serdar Uzuner, pro familia) umringt von Schülern der Gesamtschule Wilhelmsburg sagt: „Ihr macht viel abhängig von Leuten, die Ihr in drei Jahren nie mehr wiedersehen werdet.“

Mit dem Projekt „Sei eigen – mit Respekt!“, das immer in allen 8. Klassen einer Schule (insgesamt ca. 80 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren) durchgeführt wird, leistet die pro familia einen deutlichen Beitrag zur Prävention von sexualisierter Gewalt.

Der prominente Rapper Samy Deluxe unterstützte „Sei eigen – mit Respekt!“mit einem Besuch der Gesamtschule Wilhelmsburg und persönlichen Gesprächen mit den Schülern.

Im Rahmen des Projekts und der sexualpädagogischen Arbeit der pro familia werden u. a. folgende Ziele angestrebt:

  • Unterschiedliche kulturelle Prägung als Chance zu sehen, daraus eine eigene Identität zu entwickeln und zu stärken

  • Ein gleichberechtigtes Verhältnis von Mädchen und Jungen anzustreben und zu pflegen

  • Offenheit, Neugier und vor allem Respekt gegenüber unterschiedlichen Vorstellungen, Religionen und Lebensweisen zu fördern

Schon jetzt gibt es Anfragen von weiteren Hamburger Schulen, die gern an einem Projekt dieser Art teilnehmen würden. Leider können wir diesen Nachfragen aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht nachkommen.

Wenn Sie Interesse haben, uns bei dieser Arbeit zu unterstützen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Ein Projekt zur Prävention von sexualisierter Gewalt

Projekt "Besonders Gelungen" - Prävention von sexualisierter Gewalt

„Besonders gelungen“ - so der Titel des Kooperationsprojekts, das von der Schule für Blinde und Sehbehinderte Borgweg, Allerleirauh e. V. und dem pro familia Landesverband Hamburg e. V. gemeinsam durchgeführt wurde.

„Besonders gelungen“ ist ein Projekt zur Prävention von sexualisierter Gewalt. Wesentliche Bestandteile des Konzepts waren zum einen die Fortbildung für die Lehrerinnen und Lehrer und zum anderen die Projektwoche in der Schule selbst.

Ganz besonders erfreut hat uns die Tatsache, dass bis zu 7 Monate nach dem Ende des Projekts weitere Präventions- und Sexualpädagogikangebote nachgefragt wurden.

Neben der Beratung von Einzelnen ist sowohl für die pro familia als auch für Allerleirauh e.V. der umfangreiche Bereich der Prävention ein wichtiger Schwerpunkt in der gesamten Arbeit. Aus unserer Sicht muss die Prävention von sexualisierter Gewalt in größere sexualpädagogische Zusammenhänge eingebettet sein. Umgekehrt kommt Sexualpädagogik im umfassenden Sinn nicht ohne die Auseinandersetzung mit Grenzen und damit nicht ohne die Prävention von sexualisierter Gewalt aus.

Wir danken unserem Kooperationspartner Allerleirauh e. V. für die „Besonders gelungene“ Zusammenarbeit.

pro familia - Online- und E-Mail-Beratung

• „Kann ich während der Menstruation schwanger werden?“
• „Wie wirkt die Pille danach?“
• „Ist ein Zungenkuss bei Aids ansteckend?“

Immer mehr E-Mails mit Fragen zu Partnerschaft, Sexualität, Verhütung und Gesundheit laufen beim pro familia Online-Beratungsteam ein.

Vor allem junge Menschen suchen Rat und Informationen auf der Jugendseite www.sextra.de und stellen Ihre Fragen per E-Mail.

Doch nicht nur Teenager, sondern auch Erwachsene lassen sich online beraten.

Wer keine E-Mail abschicken möchte, findet eventuell auf den so genannten FAQ-Seiten (Frequently Asked Questions) eine Antwort. Hier finden sich häufig gestellte Fragen samt den entsprechenden Antworten des Beraterteams. Die Anonymität des Mediums wird gerade beim Thema „Sexualität“ sehr geschätzt.

Weitere Informationen zur Online- und E-Mail-Beratung finden Sie auch unter www.profamilia-hamburg.de/site/mailberatung.html

Publikationen

Die pro familia sieht sich der Vorbeugung und Verringerung sexueller Gewalt verpflichtet und engagiert sich für verantwortliche, selbstbestimmte Sexualität und Familienplanung sowie für Toleranz und Gleichberechtigung.

Ziel der sexualpädagogischen Arbeit ist es, durch Information, Aufklärung und Beratung verantwortliches Handeln gegenüber sich selbst und anderen zu fördern. Die Entwicklung einer sexuellen Identität und eines gesunden Selbstbewusstseins bei Kindern und Jugendlichen zu unterstützen, wird zum ersten Baustein der Prävention.

Der Förderverein für pro familia Hamburg e. V. hat eine Informationsschrift zum Thema »Kinder vor Gewalt schützen« herausgegeben. Hier werden u. a. die Angebote der pro familia für Kinder und Jugendliche sowie Ihre Unterstützungsmöglichkeiten für diese Arbeit beschrieben.

»Kinder vor Gewalt schützen« können Sie hier als PDF-Dokument öffnen bzw. herunterladen.



pro familia Spendenprojekt - Kinder zeigen Zähne | Zentrale Projektleitung | Marienstraße 29-31 | 24937 Flensburg | Telefon: 0800 - 472 86 53